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deltaVision, dsb und Omio erhalten Millioneninvestitionen für Wachstum

Nils Bedke Autor für Kapitalmärkte und Banking Glocalist Press

Verfasst von Nils Bedke

deltaVision, dsb und Omio erhalten Millioneninvestitionen für Wachstum Glocalist Press
deltaVision, dsb und Omio erhalten Millioneninvestitionen für Wachstum

Mehrere Start-ups aus Deutschland sichern sich neue Finanzierungsrunden im zweistelligen Millionenbereich. Welche Investoren beteiligt sind und welche Ziele die Unternehmen verfolgen, bleibt teilweise offen

Am 21. Juli 2026 wurden in der DACH-Region mehrere bedeutende Finanzierungsrunden für technologieorientierte Unternehmen bekanntgegeben. Im Mittelpunkt stehen die Münchner deltaVision, die Berliner Deutsche Sanierungsberatung (dsb) sowie das Berliner Reiseunternehmen Omio. Die Investitionen unterstreichen das anhaltende Interesse von Kapitalgebern an innovativen Geschäftsmodellen in den Bereichen Raumfahrttechnologie, energetische Gebäudesanierung und digitale Mobilitätsplattformen.

deltaVision erhält 10,2 Millionen Euro

Das 2022 gegründete Unternehmen deltaVision mit Sitz in München hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 10,2 Millionen Euro abgeschlossen. Beteiligt sind die Investoren KT Ventures, Valemount Capital, Futury Capital sowie mehrere Business Angels. deltaVision entwickelt und produziert Fluidsysteme für Raumfahrzeuge, die unter anderem für Antrieb, Betankung und Kühlung im Orbit eingesetzt werden. Nach Unternehmensangaben beschäftigt deltaVision derzeit 125 Mitarbeitende und arbeitet profitabel. Die Mittel sollen in die Weiterentwicklung der Technologie und den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen. Unabhängige Bewertungen der technischen Leistungsfähigkeit liegen bislang nicht vor.

Deutsche Sanierungsberatung sammelt 10 Millionen Euro ein

Die Deutsche Sanierungsberatung (dsb), ein 2024 gegründetes Berliner Start-up, hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro abgeschlossen. Zu den Investoren zählen Simon Capital, VERBUND X Ventures, IBB Ventures, Vireo Ventures und FoodLabs. dsb bietet eine digitale Plattform, die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei der energetischen Sanierung unterstützt. Das Angebot umfasst Energieberatung, Fördermittelservice und die Vermittlung an ein Netzwerk von rund 300 Handwerksbetrieben. Für das Jahr 2026 strebt das Unternehmen einen Umsatz von über 15 Millionen Euro an. Frühere Finanzierungsrunden beliefen sich auf insgesamt 3,6 Millionen Euro. Die tatsächliche Marktdurchdringung und die Wirksamkeit des Plattformmodells lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Omio erhält 10 Millionen US-Dollar für Asien-Expansion

Das Berliner Unternehmen Omio, das seit 2013 eine Plattform zum Vergleich und zur Buchung von Bahn-, Bus- und Flugtickets betreibt, hat eine Investition in Höhe von 10 Millionen US-Dollar erhalten. Die Mittel stammen von Granite-Integral, einem Zusammenschluss von Granite Asia und Integral Corporation. Ziel der Finanzierung ist die beschleunigte Expansion in Japan sowie der Ausbau der Präsenz in Südostasien. Omio hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bereits mehr als 500 Millionen US-Dollar von verschiedenen Investoren eingeworben. Im Juli 2026 übernahm Omio zudem den französischen Anbieter Rail Europe. Das Unternehmen ist in über 70 Ländern aktiv und beschäftigt rund 680 Mitarbeitende. Angaben zur aktuellen Profitabilität oder zu Marktanteilen wurden nicht veröffentlicht.

Weitere Investitionen und Marktdynamik

Neben den genannten Finanzierungsrunden wurden weitere Investitionen und Übernahmen in der DACH-Region gemeldet. Dazu zählen unter anderem eine Beteiligung von Zalando an Sereact, eine Finanzierung für beatsquares in Höhe von 2 Millionen Euro sowie der Rückkauf von Apollo durch die Gründer von Autodoc. Die genauen Bedingungen und strategischen Hintergründe dieser Transaktionen wurden bislang nicht im Detail veröffentlicht. Die anhaltende Investitionstätigkeit deutet auf eine weiterhin hohe Risikobereitschaft von Kapitalgebern im Technologiesektor hin, wobei die tatsächlichen Markterfolge der geförderten Unternehmen im Einzelfall abzuwarten bleiben.

Venture Capital bezeichnet Eigenkapitalinvestitionen in junge, wachstumsorientierte Unternehmen, die häufig innovative Technologien oder Geschäftsmodelle verfolgen. Im Unterschied zu klassischen Bankkrediten tragen die Investoren das Risiko eines Totalverlusts, erwarten im Gegenzug jedoch hohe Renditen bei erfolgreicher Entwicklung. Die Bewertung von Start-ups basiert dabei oft auf Zukunftserwartungen und Marktpotenzialen, nicht auf aktuellen Gewinnen. Die Transparenz über tatsächliche Umsätze, Profitabilität und Marktdurchdringung bleibt bei vielen Finanzierungsrunden begrenzt, was die Einschätzung des langfristigen Erfolgs erschwert.

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