Enel hat ein großes Solaranlagen-Portfolio in den USA übernommen. Das Unternehmen rechnet mit mehr EBITDA. Die Aktie legte am 25.09.2026 in Mailand zu.
Enel hat in den USA zugekauft. Am 10.09.2026 meldete das Unternehmen den Abschluss der Übernahme eines Solaranlagen-Portfolios mit 810 Megawatt installierter Leistung von Excelsior Energy Capital. Damit setzt Enel weiter auf internationale Expansion im Bereich erneuerbare Energien. Die Vereinbarung ist Teil einer Strategie, die schon im Februar 2026 mit Verträgen über mehr als ein Gigawatt Gesamtkapazität startete.
Details zur Übernahme und Finanzierung
Enel zahlt für das US-Portfolio rund 760 Millionen US-Dollar. Das schließt übliche Anpassungen ein. Die Finanzierung kam laut Enel aus laufenden operativen Cashflows. Die übernommenen Anlagen sollen im Schnitt etwa 1,6 Terawattstunden Strom pro Jahr liefern. Enel erwartet, dass das bereinigte EBITDA des Konzerns durch die Übernahme jährlich um rund 90 Millionen US-Dollar steigen kann. Die restlichen 205 Megawatt Windkraft aus den Februar-Projekten sollen im vierten Quartal 2026 folgen.
Aktienkurs und Marktsignal
Am 25.09.2026 schloss die Enel-Aktie an der Borsa Italiana bei 8,91 EUR. Das war ein Plus von 1,04 Prozent gegenüber dem Vortag (8,82 EUR). Dieser Schlusskurs ist die Basis für den nächsten Handelstag. Die Aktie läuft unter dem Kürzel ENEL in Mailand. Kurzfristige Kursbewegungen sagen wenig über die Zukunft. Trotzdem zeigt der Anstieg im Umfeld der Übernahme, dass Anleger die Expansionsstrategie im Blick haben.
Einordnung im internationalen Kontext
Enel baut sein Geschäft mit erneuerbaren Energien in den USA aus. Das zeigt, wie wichtig internationale Investitionen in nachhaltige Infrastruktur werden. In Europa stehen weiter Regeln und Politik für Photovoltaik-Projekte im Fokus. Ein Beispiel ist die untersuchte Vergabe in Österreich. Enel setzt dagegen auf organisches Wachstum und nutzt laufende Cashflows für Zukäufe. Große Solar- und Windkapazitäten in den USA könnten bald auch für europäische Wettbewerber und Investoren zum Maßstab werden.
Die Bundesnetzagentur betont, dass der Ausbau erneuerbarer Energien in internationalen Märkten zunehmend nach europäischen Effizienz- und Sicherheitsstandards erfolgt. Dies betrifft insbesondere die Einhaltung von DIN EN 50583 für Photovoltaik-Anlagen und die Umsetzung von IT-Sicherheitsanforderungen gemäß BSI-KritisV.
Die Übernahme zeigt, wie wichtig installierte Leistung und jährliche Stromproduktion für die Bewertung von Energieprojekten sind. Die installierte Leistung gibt an, wie viel Strom die Anlagen unter optimalen Bedingungen liefern können. Die tatsächliche Strommenge hängt aber von Sonneneinstrahlung, Betriebszeiten und Netzanschluss ab. Für Investoren zählen diese Zahlen. Sie zeigen, wie wirtschaftlich ein Projekt ist und wie es zum Ergebnis beiträgt.
Die beiden übernommenen Solarparks stehen in Utah und Tennessee. Zusammen bringen sie 810 MW DC-Leistung. Beide Parks sind über langfristige Power Purchase Agreements (PPA) mit Großabnehmern abgesichert. Das sorgt für Planungssicherheit und senkt Risiken. Genau das fordert auch die Bundesnetzagentur bei deutschen PV-Projekten. Die restlichen 205 MW Windkraft, deren Abschluss für das vierte Quartal 2026 geplant ist, passen zur Enel-Strategie. Das Ziel: Mehr Vielfalt im Nordamerika-Portfolio und eine Gesamtkapazität von über 13 GW in der Region.