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Ladenburger Holzwerke modernisiert Speichertechnik für digitale Produktion

Nil Bed Autor für Kapitalmärkte und Banking Glocalist Press

Verfasst von Nil Bed

Ladenburger Holzwerke modernisiert Speichertechnik für digitale Produktion Glocalist Press © glocalist.press
Ladenburger Holzwerke modernisiert Speichertechnik für digitale Produktion © glocalist.press

Die Ladenburger Holzwerke haben ihre Speicherinfrastruktur mit der Huawei OceanStor Dorado 3000 erneuert. Was das für Automatisierung und Ausfallsicherheit im Mittelstand bedeutet - und welche Herausforderungen bleiben.

Als die IT-Infrastruktur der Ladenburger Holzwerke an ihre Grenzen kam, stand die Produktion zeitweise still. Langsame Datenbankabfragen und verzögerte ERP-Systeme bremsten zentrale Abläufe aus. Besonders problematisch wurde es, als abendliche Backups die Produktionssteuerung störten und die Fertigung in Bopfingen ins Stocken geriet. Die Geschäftsleitung entschied sich daraufhin, die Speichertechnik grundlegend zu erneuern.

Warum die Modernisierung nötig war

Ladenburger Holzwerke betreibt an vier Standorten in Deutschland eine weitgehend digitalisierte Holzverarbeitung. Die im Artikel genannten Produktionszahlen von 800.000 Kubikmetern Holz und 40.000 Dachstühlen pro Jahr spiegeln das digitale Profil des Unternehmens wider, konnten aber nicht unabhängig bestätigt werden. Für die Steuerung der komplexen Fertigungsprozesse ist eine stabile und leistungsfähige IT-Infrastruktur unverzichtbar. Nach acht Jahren war die bisherige Speicherhardware veraltet, Supportverträge liefen aus, und mit dem Wachstum des Unternehmens stiegen die Anforderungen an Automatisierung und Datenverfügbarkeit deutlich.

Die Digitalisierung reicht von der Steuerung der Sägen bis zur Logistik und basiert auf einem zentralen ERP-System und SQL-Datenbanken. Ein Ausfall der Speicherlösungen hätte direkte Folgen: Maschinen würden keine Steuerungsdaten mehr erhalten, Staplerfahrer keine Anweisungen, und Kundenaufträge könnten nicht bearbeitet werden. Die Modernisierung der Speicherinfrastruktur folgt einem Trend, der laut Destatis-Digitalisierungsstatistik im deutschen Mittelstand zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Technische Umsetzung und Auswahl

Das IT-Team definierte klare Anforderungen an die neue Speicherlösung: hohe Performance, einfache Skalierbarkeit und genug Kapazität für künftige Entwicklungen. Nach einer Ausschreibung erhielt die Fornax GmbH aus Lauchheim den Zuschlag. Sie setzte ein Gesamtkonzept auf Basis der Huawei OceanStor Dorado 3000 um. Ausschlaggebend waren laut Unternehmen die Leistungsdaten und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Modernisierung von ERP-gekoppelten Speichersystemen ist ein zentraler Hebel, um Produktionsausfälle durch Backup-Latenzen und veraltete Hardware zu vermeiden. Gerade im Mittelstand steigt der Druck, IT-Infrastrukturen an die Anforderungen von Industrie 4.0 und die Vorgaben der KRITIS-Verordnung anzupassen.

Die Umstellung erfolgte im laufenden Betrieb. Weniger kritische virtuelle Maschinen wurden tagsüber migriert, geschäftskritische Systeme wie SQL-Datenbanken und Fileserver am Wochenende. An allen drei relevanten Standorten installierte Fornax jeweils zwei identische OceanStor Dorado 3000 in getrennten Brandabschnitten. Fällt ein System aus, übernimmt das zweite fast ohne Verzögerung. Die direkte Anbindung an die Server macht eine zusätzliche Fibre-Channel-Infrastruktur überflüssig und senkt so Hardwarebedarf und laufende Kosten.

Was sich im Betrieb verändert hat

Die neue Speicherinfrastruktur macht sich vor allem bei der Datensicherung und im Alltag bemerkbar. Backups, die früher mehrere Stunden dauerten und die Produktion störten, sind jetzt in 30 bis 90 Minuten erledigt - ohne Auswirkungen auf die Fertigung. Die Performance der ERP- und Office-Systeme hat sich laut Unternehmen spürbar verbessert, Datenbankabfragen laufen schneller, und Snapshots einzelner virtueller Maschinen lassen sich in Sekunden erstellen.

Huawei vermarktet die OceanStor Dorado Serie als Enterprise-All-Flash-Storage für besonders performancekritische Workloads. Die aktuelle Generation wird laut Hersteller für KI- und datenintensive Anwendungen angeboten. Mit der Ankündigung der OceanStor M900 hebt Huawei die Leistungsfähigkeit weiter an: Ein einzelner Cluster soll bis zu 40 TB/s Durchsatz erreichen und die SSD-Lebensdauer um das bis zu 16-Fache steigern. Damit richtet sich das Portfolio an moderne Kontextspeicher und Hochverfügbarkeitslösungen für die Industrie.

Funktionen wie Immutable-Snapshots auf Storage-Ebene bieten zusätzlichen Schutz vor Datenverlust. Die integrierte Deduplikation der OceanStor Dorado 3000 sorgt für eine effizientere Nutzung des Speicherplatzes. Das System ist kompakter als der Vorgänger und benötigt weniger Platz im Serverraum. Bei steigendem Bedarf kann die Kapazität durch zusätzliche Platten unkompliziert erweitert werden.

Ressourcennutzung und Nachhaltigkeit

Ladenburger Holzwerke setzt nicht nur auf digitale Effizienz, sondern auch auf eine vollständige Nutzung des Rohstoffs Holz. Neben der Verarbeitung zu Bauprodukten werden Nebenprodukte zu Pellets verarbeitet oder im eigenen Biomasse-Heizkraftwerk genutzt. Zusammen mit Photovoltaik erzeugt das Unternehmen einen Teil seines Stroms selbst. Die modernisierte Speicherinfrastruktur hilft, diese Prozesse zuverlässig und ressourcenschonend zu steuern.

Für mittelständische Industrieunternehmen wie Ladenburger ist die Investition in eine leistungsfähige Speicherlösung notwendig, um die Digitalisierung der Produktion abzusichern. Die Umsetzung zeigt, dass auch ohne große IT-Abteilung eine hochverfügbare und skalierbare Infrastruktur möglich ist. Wichtig bleibt, dass die Systeme nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch flexibel auf künftige Entwicklungen wie mehr Automatisierung oder den Einsatz von künstlicher Intelligenz reagieren können.

Speicherinfrastruktur umfasst alle technischen Systeme zur Speicherung, Verwaltung und Sicherung von Unternehmensdaten - von Festplatten und Flash-Speichern bis zu Software für Datenmanagement und Backup. In digitalisierten Produktionsumgebungen ist eine leistungsfähige Speicherinfrastruktur entscheidend für Ausfallsicherheit und Effizienz. Moderne Systeme bieten Deduplikation, Snapshots und Redundanz, um Datenverluste zu vermeiden und den Betrieb auch bei Hardwareausfällen aufrechtzuerhalten.

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