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Olix erhält 312 Millionen US-Dollar und steigert Bewertung auf 3,3 Milliarden

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

Olix erhält 312 Millionen US-Dollar und steigert Bewertung auf 3,3 Milliarden Glocalist Press © glocalist.press
Olix erhält 312 Millionen US-Dollar und steigert Bewertung auf 3,3 Milliarden © glocalist.press

Das britische Chip-Startup Olix meldet eine neue Finanzierungsrunde über 312 Millionen US-Dollar. Die Bewertung steigt auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Was das für den KI-Hardwaremarkt und die europäische Halbleiterbranche bedeutet

Das britische Halbleiterunternehmen Olix hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei 312 Millionen US-Dollar eingeworben. Die Bewertung des 2022 gegründeten Startups steigt damit nach eigenen Angaben auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von Fundomo aus New York angeführt, beteiligt waren unter anderem Arm, Hudson River Trading sowie mehrere Angel-Investoren. Auch bestehende Investoren, darunter der britische Sovereign AI Fund, erhöhten ihr Engagement. Die Angaben stammen aus einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens.

Finanzierungsrunde und Bewertung im internationalen Vergleich

Mit der aktuellen Series-B-Finanzierung wächst die Bewertung von Olix innerhalb weniger Monate deutlich: Im Februar 2026 lag sie nach Unternehmensangaben noch bei etwas über einer Milliarde US-Dollar. Die jetzt kommunizierte Bewertung von 3,3 Milliarden US-Dollar spiegelt das gestiegene Investoreninteresse an spezialisierten KI-Chips wider. Im internationalen Vergleich bleibt Olix damit hinter den größten US-Anbietern, positioniert sich aber als eines der höchstbewerteten europäischen Chip-Startups. Die Mittel sollen laut Olix in die Entwicklung, Fertigung und Markteinführung der eigenen Prozessoren fließen.

Technologischer Fokus: Optische digitale Prozessoren für KI-Inferenz

Olix entwickelt nach eigenen Angaben einen optischen digitalen Prozessor mit einer neuartigen Speicher- und Interconnect-Architektur. Ziel ist es, Hardware für KI-Inferenz effizienter zu gestalten und die Leistungsfähigkeit spezialisierter Chips gegenüber klassischen Grafikprozessoren wie denen von NVIDIA zu erhöhen. Das Unternehmen betont, dass die Architektur mit aktuellen KI-Modellen kompatibel sein und insbesondere für Rechenzentren mit hohen Anforderungen an KI-Inferenz ausgelegt sein soll. Unabhängige technische Daten oder Benchmarks liegen bislang nicht vor.

Markteinführung und personelle Verstärkung

Nach Unternehmensangaben befindet sich Olix in der finalen Phase der Chipentwicklung und plant, die ersten Produkte im kommenden Jahr an Kunden auszuliefern. Die Chips sollen als Teil eines kompletten Serverracks inklusive Software und Netzwerktechnik angeboten werden. Parallel dazu verstärkt Olix das Management: Matt Briers, ehemaliger CFO von Wise, übernimmt die Finanzleitung. Nick McKeown, Professor an der Stanford University und früherer Intel-Manager, tritt dem Board of Directors bei. Angaben zu geplanten Produktionskapazitäten, konkreten Kunden oder Standorten außerhalb Großbritanniens wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Entwicklung spezialisierter KI-Hardware gilt als strategisch relevant für die europäische Technologiebranche. Während US-Unternehmen wie NVIDIA den Markt für KI-Beschleuniger dominieren, versuchen europäische Anbieter, mit neuen Architekturen und gezielten Investitionen eigene Marktsegmente zu erschließen. Die tatsächliche Leistungsfähigkeit und Marktdurchdringung von Olix werden sich jedoch erst nach Auslieferung und unabhängigen Tests bewerten lassen.

Eine Unternehmensbewertung beschreibt den von Investoren angenommenen Gesamtwert eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt, meist im Rahmen einer Finanzierungsrunde. Sie basiert auf den ausgehandelten Bedingungen zwischen Unternehmen und Investoren und spiegelt Erwartungen an künftiges Wachstum, Technologiepotenzial und Marktzugang wider. Die Bewertung ist kein Umsatz- oder Gewinnwert und kann sich bei späteren Finanzierungsrunden oder Marktveränderungen deutlich ändern.

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