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Xiaomi meldet Umsatz- und Gewinnrückgang im zweiten Quartal 2026

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

Xiaomi meldet Umsatz- und Gewinnrückgang im zweiten Quartal 2026 Glocalist Press © glocalist.press
Xiaomi meldet Umsatz- und Gewinnrückgang im zweiten Quartal 2026 © glocalist.press

Xiaomi hat für das zweite Quartal 2026 einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn gemeldet. Die Zahlen zeigen Belastungen im Smartphone-Geschäft und werfen Fragen zur weiteren Entwicklung auf

Xiaomi hat am 12. August 2026 die Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und dabei einen spürbaren Rückgang bei Umsatz und Gewinn ausgewiesen. Das Unternehmen mit Sitz in Peking meldete für den Zeitraum einen Umsatz von 108,922 Milliarden Yuan, was einem Minus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz jedoch um 9,9 Prozent. Das Nettoergebnis lag bei 9,463 Milliarden Yuan und damit 20,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Zahlen stammen aus dem offiziellen Quartalsbericht von Xiaomi und spiegeln die aktuelle Entwicklung im globalen Smartphone- und Elektronikmarkt wider.

Belastungen im Smartphone-Geschäft

Das Smartphone-Segment bleibt für Xiaomi ein zentrales Geschäftsfeld, zeigte im zweiten Quartal 2026 jedoch Schwächen. Der Umsatz in diesem Bereich belief sich auf 42,119 Milliarden Yuan, was einem Rückgang von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die weltweiten Auslieferungen sanken auf 31,2 Millionen Einheiten - ein Minus von 26,5 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät (ASP) auf 1.073 Yuan, was auf eine Verschiebung hin zu höherwertigen Modellen hindeutet. Im Vergleich zum Vorquartal gingen die Auslieferungen ebenfalls zurück. Die Entwicklung steht im Kontrast zu anderen Akteuren im chinesischen Markt, wie etwa Tesla, das im Juli 2026 einen neuen Auslieferungsrekord in China erreichte (Rekordauslieferungen von Tesla in China).

IoT- und Plattformgeschäft wächst weiter

Im Bereich vernetzter Geräte und Plattformdienste konnte Xiaomi hingegen Zuwächse verzeichnen. Die Zahl der vernetzten IoT-Geräte auf der AIoT-Plattform - ohne Smartphones, Tablets und Laptops - stieg zum Quartalsende auf 1,161 Milliarden, ein Plus von 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die monatlich aktiven mobilen Nutzer (MAUs) erreichten 766,5 Millionen, was einem Anstieg von 4,8 Prozent entspricht. Auch die Zahl der Nutzer mit mindestens fünf verbundenen Geräten wuchs auf 24,6 Millionen. Diese Entwicklung unterstreicht die strategische Bedeutung des Ökosystem-Geschäfts für Xiaomi, auch wenn der Umsatz im Segment IoT & Lifestyle Products mit 31,278 Milliarden Yuan um 19,2 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

Operative Kennzahlen und Liquidität

Das operative Ergebnis von Xiaomi belief sich im zweiten Quartal auf 10,870 Milliarden Yuan, was einem Rückgang von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die operative Marge verschlechterte sich damit weiter. Der operative Cashflow lag bei 3,842 Milliarden Yuan, nachdem im Vorquartal noch ein negativer Wert von minus 1,792 Milliarden Yuan ausgewiesen worden war. Die liquiden Mittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen zum Quartalsende auf 37,252 Milliarden Yuan. Trotz der Belastungen im Kerngeschäft bleibt die finanzielle Basis damit solide, was für die weitere Entwicklung des Unternehmens von Bedeutung ist.

Der Begriff "operative Marge" bezeichnet das Verhältnis von operativem Ergebnis zum Umsatz eines Unternehmens. Sie gibt an, wie viel vom Umsatz nach Abzug der operativen Kosten als Gewinn verbleibt. Eine sinkende operative Marge weist darauf hin, dass entweder die Kosten steigen oder die Umsätze zurückgehen - oder beides. Für technologieorientierte Unternehmen wie Xiaomi ist die Entwicklung der operativen Marge ein wichtiger Indikator für die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. Schlagwörter: Xiaomi, Technologiemärkte & Sektoren, China

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