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BMW legt in Nordamerika zu - Elektroautos schwächeln, Mini verliert

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

BMW legt in Nordamerika zu - Elektroautos schwächeln, Mini verliert Glocalist Press © glocalist.press
BMW legt in Nordamerika zu - Elektroautos schwächeln, Mini verliert © glocalist.press

BMW North America steigert im dritten Quartal 2026 die Verkäufe um 3,4 Prozent. Doch Elektroautos und Mini bremsen das Wachstum.

BMW verkauft im dritten Quartal 2026 in Nordamerika mehr Autos. Die Nachfrage nach elektrifizierten Modellen bricht aber ein. Laut offizieller Mitteilung von BMW North America vom 1. Oktober 2026 steigen die Gesamtverkäufe der Marke BMW um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch bei batterieelektrischen und Plug-in-Hybrid-Modellen geht es steil bergab. Der Absatz sinkt um 24,9 Prozent. Besonders hart trifft es den BMW iX. Nur 121 Stück werden in den USA verkauft. Im Vorjahr waren es noch 3.136. Das ist ein Minus von 96,1 Prozent. Ein Einbruch.

Absatzentwicklung im Detail

BMW setzt im dritten Quartal 2026 in Nordamerika 100.210 Fahrzeuge ab. Das sind 3,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Sparte BMW Passenger Cars wächst um 3,8 Prozent auf 43.622 Einheiten. BMW Light Trucks legen um 3,2 Prozent auf 56.588 Fahrzeuge zu. Mini verliert dagegen an Boden. Mit 6.531 verkauften Autos liegt Mini 10,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Seit Jahresbeginn kommt BMW auf 287.154 Fahrzeuge. Das ist ein Plus von 4,3 Prozent. Mini erreicht 20.248 Einheiten, ein Rückgang von 7,4 Prozent.

Bei elektrifizierten Modellen sieht es düster aus. Im dritten Quartal 2026 verkauft BMW 24,9 Prozent weniger batterieelektrische und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge als im Vorjahr. Doch Plug-in-Hybride legen im US-Markt um 23,2 Prozent zu. Dieses Segment bleibt wichtig für die Übergangszeit. BMW nennt als Grund für die schwachen Zahlen die aktuelle Marktlage und die geplante Modellumstellung. Neue Modelle auf der Plattform Neue Klasse und die Auslieferung des elektrischen iX3 sowie des überarbeiteten i7 prägen die Entwicklung.

Neue Modelle und Produktstrategie

BMW North America bringt Anfang 2027 die achte Generation der BMW 3er-Reihe und den vollelektrischen BMW i3 auf den US-Markt. Beide Modelle wurden Anfang der Woche vorgestellt. Sie sollen laut Unternehmen die technologische Offenheit der Marke zeigen. BMW spricht von positiver Resonanz, nennt aber noch keine Marktdaten. Die neue 3er-Generation und der i3 basieren auf der Neue-Klasse-Architektur. Beide setzen auf zwei Elektromotoren - einen vorn, einen hinten.

Die rückläufigen Verkaufszahlen bei Elektrofahrzeugen sind nicht nur auf die Nachfrage zurückzuführen, sondern spiegeln auch den Übergang zu neuen Modellgenerationen und die laufende Umstellung der Produktionslinien wider.

BMW of North America

BMW sieht sich für das vierte Quartal 2026 gut aufgestellt. Das Unternehmen verweist auf ein attraktives Produktportfolio und die Unterstützung der Handelspartner. Ob die neuen Modelle den Rückgang bei elektrifizierten Fahrzeugen ausgleichen, ist offen. Mini bleibt schwach. Nicht alle Marken im Konzern profitieren von der Marktlage. Die BMW 3er-Reihe wächst dagegen stark. Im dritten Quartal 2026 steigen die Verkäufe in den USA um 46,4 Prozent auf 11.256 Fahrzeuge. Im Vorjahr waren es 7.689. Das SUV X3 ist mit 22.457 Einheiten das meistverkaufte Modell. Knapp dahinter folgt der X5 mit 22.313 Fahrzeugen. Klare Zahlen.

Marktdynamik und Unsicherheiten

Die aktuellen Daten zeigen: BMW setzt in Nordamerika weiter auf klassische Modelle und Light Trucks. Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen sinkt im dritten Quartal 2026 deutlich. BMW nennt keine genauen Gründe, verweist aber auf die Modellumstellung und neue Elektrofahrzeuge. Ob die neuen Modelle kurzfristig eine Wende bringen, bleibt unklar. Der Wettbewerb im nordamerikanischen Markt bleibt hart. Auch andere Hersteller kämpfen mit schwankenden Verkaufszahlen. Ein früherer Bericht zeigt ein ähnliches Bild bei anderen Autobauern.

Wie sich das Gesamtjahr 2026 entwickelt, hängt davon ab, wie schnell die Nachfrage nach elektrifizierten Modellen zurückkommt. Und ob die neuen Produktgenerationen neue Käufer anziehen. Mini bleibt ein Sorgenkind. Die Marken im Konzern reagieren unterschiedlich auf den Markt. Die Preise für die neuen Modelle stehen fest: Der BMW 330 startet in den USA bei 49.900 US-Dollar. Der 330 xDrive kostet ab 51.900 US-Dollar. Der M350 xDrive liegt bei 65.900 US-Dollar. Der elektrische i3 50 xDrive startet ab 61.500 US-Dollar. Die Auslieferungen beginnen im ersten Quartal 2027. Es geht bald los.

Produktionskapazität meint die maximale Stückzahl, die ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum bauen kann. Sie ist entscheidend für die Planung von Markteinführungen. Sie bestimmt, wie schnell neue Modelle wirklich verfügbar sind. In der Autoindustrie hängt die Kapazität nicht nur von der Technik ab. Auch Lieferketten, Zulieferer und Vorschriften spielen eine Rolle. Schwankende Nachfrage oder fehlende Teile können die Produktion bremsen. Die Bundesnetzagentur hebt in aktuellen Veröffentlichungen die Bedeutung robuster Lieferketten und digitaler Produktionssteuerung nach DIN EN ISO 9001 für die Stabilität der deutschen Autoindustrie hervor. Mehr dazu steht in der Versorgungssicherheits-Übersicht der Bundesnetzagentur.

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