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Checkout.com bindet Jaywan-Kartenzahlungen in den VAE ein

Nil Enri Autor für Kapitalmärkte und Banking Glocalist Press

Verfasst von Nil Enri

Checkout.com bindet Jaywan-Kartenzahlungen in den VAE ein Glocalist Press © glocalist.press
Checkout.com bindet Jaywan-Kartenzahlungen in den VAE ein © glocalist.press

Checkout.com nimmt das nationale Kartensystem Jaywan in sein Zahlungsangebot für die Vereinigten Arabischen Emirate auf. Damit reagiert das Unternehmen auf lokale Anforderungen und stärkt die regionale Zahlungsinfrastruktur.

Seit Kurzem können Händler in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Checkout.com auch Zahlungen über Jaywan abwickeln. Das nationale Kartensystem Jaywan ist seit 2026 am Markt. Es wurde von Al Etihad Payments, einer Tochter der Zentralbank der VAE, eingeführt. Ziel: Die Zahlungslandschaft unabhängiger und widerstandsfähiger machen. Internationale Kartennetze sollen weniger Gewicht bekommen.

Jaywan jetzt direkt bei Checkout.com

Die technische Anbindung steht. Händler, die Checkout.com nutzen, können ab sofort Jaywan-Zahlungen akzeptieren. Das soll laut Unternehmen mehr Flexibilität bringen. Kunden können mit ihren gewohnten Karten zahlen. Die Integration ist Teil einer Strategie, regionale Systeme zu fördern und lokale Lösungen sichtbarer zu machen. Jaywan startete erst, nachdem Banken wie FAB, ADCB, Emirates NBD, Dubai Commercial Bank, Mbank, Al Ansari Exchange und Botim Money ihre Systeme angepasst hatten.

Checkout.com deckt damit nicht nur internationale, sondern auch nationale Zahlungswege ab. Die Aufnahme von Jaywan folgt auf mehrere Initiativen, mit denen Zahlungsdienstleister ihre Angebote stärker auf einzelne Märkte zuschneiden. Auch andere Anbieter wie Yocale.ai setzen auf branchenspezifische Zahlungslösungen. Ein früherer Bericht zeigt das. Für die technische Integration von Jaywan sind Anpassungen an nationale Schnittstellen nötig. Die Vorgaben orientieren sich an internationalen Standards wie ISO/IEC 7816 für Chipkarten und PCI DSS für Datensicherheit.

Checkout.com erwartet, dass Händler durch Jaywan geringere Transaktionskosten haben. Zahlungen über das nationale System sind meist günstiger als über internationale Karten. Das Unternehmen rechnet auch mit höheren Akzeptanzraten, weil viele Kunden lokale Karten bevorzugen. Technisch passt Checkout.com seine Plattform an die Jaywan-Schnittstellen an. So laufen Zahlungen direkt über das nationale Netzwerk. Die Zentralbank der VAE treibt mit Jaywan und der Instant-Payment-Plattform Aani, die schon 2023 startete, die Modernisierung der Zahlungsinfrastruktur voran. Sie orientiert sich dabei an internationalen Benchmarks für Effizienz und Sicherheit.

Marktkommentare zur Einführung von Jaywan betonen, dass das nationale Kartensystem entwickelt wurde, um die Abhängigkeit von internationalen Zahlungsnetzen zu verringern und die Widerstandsfähigkeit, Effizienz und Souveränität der Zahlungsinfrastruktur der VAE zu stärken.

FT Markets announcement

Wie hoch die Kosteneinsparungen ausfallen oder wie groß der Anteil von Jaywan-Transaktionen am Gesamtvolumen wird, ist noch offen. Bisher gibt es dazu keine Zahlen. Auch bleibt abzuwarten, wie schnell sich Jaywan im Markt durchsetzt. Klar ist: Zahlungsdienstleister setzen in der Region stärker auf lokale Lösungen, um ihre Position zu sichern. Internationale Beobachter sehen darin einen globalen Trend. Die Bundesnetzagentur verweist im Kontext digitaler Infrastrukturen auf die Bedeutung nationaler Systeme.

Was Händler und Markt erwartet

Für Händler in den VAE bringt Jaywan neue Möglichkeiten. Sie können mehr Kunden erreichen und Zahlungen effizienter abwickeln. Weniger Abhängigkeit von internationalen Kartensystemen kann die Kosten senken und die Kontrolle über Zahlungsströme stärken. Kunden profitieren, weil sie mit ihren nationalen Karten auch bei internationalen Anbietern zahlen können, wenn diese Checkout.com nutzen. Die technische Umsetzung verlangt ständige Anpassung an aktuelle Sicherheitsstandards. Das BSI definiert solche Standards für Zahlungsdienste.

Im internationalen Vergleich zeigt sich: Wer nationale Zahlungssysteme unterstützt, verschafft sich als Zahlungsdienstleister Vorteile. In Europa und Deutschland dominieren weiter internationale Kartensysteme. Doch in vielen Märkten gewinnen lokale Lösungen an Bedeutung. Die Entwicklung in den VAE könnte ein Signal für mehr Regionalisierung im Zahlungsverkehr sein.

Jaywan ist ein staatlich initiiertes Kartensystem. Es ermöglicht Zahlungen im Land, ohne internationale Anbieter zu nutzen. Solche Systeme bieten oft niedrigere Gebühren und mehr Kontrolle über Zahlungsdaten. Für Anbieter wie Checkout.com bringt die Integration nationaler Systeme technische und regulatorische Herausforderungen. Sie eröffnet aber auch neue Marktchancen. Die Wettbewerbsfähigkeit im jeweiligen Land kann steigen.

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