Adyen und Flatpay wollen kleinen und mittleren Unternehmen in Europa neue Wege beim Bezahlen eröffnen. Wie sich das auf den Wettbewerb im Finanzdienstleistungsmarkt auswirkt, bleibt abzuwarten.
Am 23. September 2026 gaben Adyen und Flatpay ihre Partnerschaft bekannt. Damit setzen sie ein Zeichen im europäischen Markt für Zahlungslösungen. Adyen liefert die Finanzinfrastruktur. Flatpay bleibt nah an den Händlern. Die Zusammenarbeit richtet sich klar an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ziel ist es, diesen Firmen besseren Zugang zu modernen und gesetzeskonformen Finanzdiensten zu verschaffen.
Im Mittelpunkt steht ein Modell mit fester Gebühr. Das soll für KMU in Europa mehr Übersicht und Planungssicherheit bringen. Flatpay, ein dänisches Fintech mit schnellem Wachstum, nutzt dafür die globale Infrastruktur von Adyen. Dazu gehören Acquiring und eine einheitliche technische Plattform. Beide Unternehmen sagen, die Partnerschaft soll Flatpay beim Ausbau in bestehenden und neuen Märkten helfen.
Durch die Integration der Adyen Embedded Finance Suite kann Flatpay neue Funktionen anbieten. Dazu zählen Instant Settlement, Cash Advances, Geschäftskonten und Karten für mehr als 100.000 europäische KMU. Unabhängige Analysen zeigen: Die Kooperation zielt auf sieben Märkte - Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Frankreich, die Niederlande und Italien. Damit nehmen die Partner wichtige Wirtschaftsräume ins Visier. In diesen Ländern ist die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs und die Einhaltung von EU-Regeln wie der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 (EU 2015/2366) besonders wichtig.
Die regulatorischen Anforderungen im europäischen Zahlungsverkehr sind hoch und erfordern von allen Anbietern eine kontinuierliche Anpassung an neue Vorgaben und Sicherheitsstandards.
Der Wettbewerb im europäischen Zahlungsverkehr ist hart. Banken, Fintechs und internationale Plattformen kämpfen um Marktanteile. Viele kleine Unternehmen haben bisher nur eingeschränkten Zugang zu modernen Finanzdiensten. Die Kooperation von Adyen und Flatpay könnte das ändern. In Deutschland etwa zählen laut Destatis-Unternehmensstatistik über 99% aller Firmen zu den KMU. Hier könnte die Partnerschaft die Digitalisierung vorantreiben.
Die Ankündigung bleibt vage. Es gibt keine Details zu Investitionen, Nutzerzahlen oder konkreten Produkten. Offen ist auch, ob der Start auf bestimmte Länder oder Branchen begrenzt wird oder gleich europaweit erfolgt. Für Deutschland gibt es noch keine Bestätigung für eine spezielle Anpassung. Die Unternehmen betonen aber, dass die Lösungen auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten werden.
Für viele KMU in Europa ist der Zugang zu effizienten, günstigen und gesetzeskonformen Zahlungslösungen weiter schwierig. Adyen und Flatpay wollen das ändern. Ob das gelingt, hängt davon ab, wie die Angebote umgesetzt werden und ob der Markt sie annimmt.
Partnerschaften zwischen etablierten Zahlungsdienstleistern und Fintechs sind in Europa keine Seltenheit. Die Ankündigung von Adyen und Flatpay zeigt einen klaren Fokus auf KMU. Welche Produkte daraus entstehen, ist noch offen. Erfahrung zeigt: Der Erfolg solcher Kooperationen hängt nicht nur von der Technik ab. Auch die Regeln und die Bereitschaft der Firmen, auf neue Systeme umzusteigen, spielen eine Rolle.
Zahlungsdienstleister stellen die technische und organisatorische Basis für Zahlungen bereit. Dazu gehören Banken und spezialisierte Anbieter wie Adyen oder Flatpay. Viele Fintechs setzen auf digitale Plattformen, flexible Schnittstellen und modulare Angebote. Damit wollen sie gezielt Geschäftskunden ansprechen. Die regulatorischen Anforderungen im europäischen Zahlungsverkehr sind hoch. Anbieter müssen sich ständig an neue Vorgaben und Sicherheitsstandards anpassen.