Silverflow und Hypergate starten eine Partnerschaft für eine gemeinsame Zahlungsinfrastruktur. Ziel ist es, digitale Zahlungen weltweit einfacher und schneller zu machen.
Silverflow und Hypergate gehen zusammen einen neuen Weg. Sie stellen ab sofort eine gemeinsame Infrastruktur für digitale Zahlungen bereit. Die Plattform richtet sich an Acquirer, Zahlungsdienstleister und Banken. Sie soll die Probleme mit alten Systemen und zersplitterten Zahlungsprozessen lösen, wie sie in Europa oft vorkommen.
Technische Integration im Fokus
Im Mittelpunkt steht eine Plattform, die Silverflows cloud-basierte Processing-Technik mit Hypergates Gateway verbindet. Über eine einzige API können Kartennetzwerke angebunden werden. Das System deckt Autorisierungen, wiederkehrende Zahlungen, Teilabbuchungen, Rückerstattungen, Chargebacks, Tokenisierung und Fehlerdiagnosen ab. Auch Händlerdaten werden synchronisiert - dazu gehören MID- und Terminal-Setup, Limits, Webhook-Benachrichtigungen und ein schnelleres Onboarding.
Ein wichtiger Punkt ist die Netzwerk-Tokenisierung. Nach Angaben der Unternehmen kann sie die Erstzahlungs-Autorisierungsquote um bis zu 8 % erhöhen. Das ist ein klarer Vorteil für digitale Zahlungen. Hypergate meldet, dass PCI DSS Level 1 eingehalten wird und DORA-konforme Dokumentation bereitsteht. Erste Kunden wie Guru Pay, Fairmay, Finsei und Exepay nutzen die Plattform bereits im Alltag.
Die Partner wollen mit der Integration Insellösungen ablösen und die Komplexität im Zahlungsverkehr senken. Robert Kraal, Mitgründer von Silverflow, sagt: "Die kombinierte Plattform bietet Kunden einen einfacheren, schnelleren Weg zur Einführung und Skalierung und reduziert den Bedarf, verschiedene Technologien zusammenzusetzen."
Die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs erfordert die konsequente Umsetzung von Sicherheitsstandards wie PCI DSS und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben gemäß DORA. Nur so kann die Resilienz und Interoperabilität im europäischen Zahlungsmarkt gewährleistet werden.
Silverflow ist schon in mehreren Märkten aktiv. Hypergate bringt Erfahrung mit Zahlungslösungen ein. Beide wollen ihre Stärken bündeln und neue Märkte erschließen. Ob die Integration in Deutschland und Europa bestehende Anbieter unter Druck setzt oder neue Standards bringt, bleibt offen. Die Plattform erfüllt laut Unternehmen die Vorgaben der BaFin und der Europäischen Bankenaufsicht (EBA).
Auch andere Firmen haben in den letzten Jahren ähnliche Projekte gestartet. ACI Worldwide hat zum Beispiel die Connetic Plattform um Swift-Ledger-Zahlungen erweitert. Viele parallele Projekte zeigen: Der Wettbewerb um die technische Kontrolle im Zahlungsverkehr ist noch nicht entschieden. Nach aktuellen Destatis-Daten steigt das Volumen digitaler Transaktionen in Deutschland stetig. Der Bedarf an sicheren und vernetzten Infrastrukturen wächst weiter. Das ist Fakt.
Offene Fragen und wirtschaftliche Folgen
Bisher gibt es keine Angaben zu Investitionen, Umsätzen oder Pilotkunden. Auch Details zu Datenschutz und Sicherheitsstandards in verschiedenen Ländern fehlen. Banken und Zahlungsdienstleister fragen sich, ob die neue Infrastruktur alte Systeme ersetzt oder nur ergänzt. Klar ist: Die Plattform soll die Anforderungen der EU-Verordnung 2022/2554 (DORA) und der deutschen IT-Sicherheitsgesetze erfüllen.
Für den internationalen Zahlungsverkehr ist entscheidend, ob Silverflow und Hypergate mit Standards wie SEPA, Swift oder lokalen Systemen zusammenarbeiten können. Ohne klare Angaben zu Schnittstellen und Zertifikaten bleibt die Marktrelevanz offen. Unternehmen und Banken werden genau hinschauen, bevor sie ihre Prozesse umstellen. Vorsicht ist angesagt.
Eine integrierte Zahlungsinfrastruktur verbindet verschiedene Systeme, die für digitale Zahlungen nötig sind. Ziel ist, Transaktionen zwischen Banken, Zahlungsdienstleistern und Plattformen schnell, sicher und nachvollziehbar zu machen. Dafür braucht es standardisierte Schnittstellen, hohe Sicherheit und die Einhaltung von Regeln in allen beteiligten Ländern. Die Entwicklung ist komplex. Es gibt technische und rechtliche Hürden. Gelingt die Integration, profitieren Unternehmen und Verbraucher von schnelleren und günstigeren Zahlungen.