MassPay bringt Single-FX-Auszahlungen auf den Markt. Damit will das Unternehmen grenzüberschreitende Zahlungen für Firmen einfacher und günstiger machen.
Ab 1. Oktober 2026 können Geschäftskunden von MassPay Gelder in bis zu 180 Ländern in lokaler Währung auszahlen. Möglich wird das mit nur einem einzigen Währungswechsel. Bisher waren oft zwei Konvertierungen nötig. Die neue Funktion steht zunächst ausgewählten Firmenkunden zur Verfügung.
MassPay setzt auf eine zentrale Abwicklung der Währungsumrechnung. Firmen müssen dadurch weniger Schnittstellen pflegen. Das senkt Fehler und macht Zahlungsflüsse transparenter. Die Plattform bietet Auszahlungen in Echtzeit auf Karten, Bankkonten und Wallets über Visa Direct. Laut MassPay liegt die Erfolgsquote bei Transaktionen bei über 99,3 %. Angaben zu Gebühren, unterstützten Währungen oder regionalen Einschränkungen fehlen bislang.
Für Bestandskunden gibt es einen Vorteil: Sie können das neue Modell ohne Änderungen an ihrer bisherigen Integration nutzen. Der Support ist rund um die Uhr erreichbar. Im Schnitt dauert es laut MassPay nur sieben Minuten bis zur ersten Antwort. Im September 2026 meldete CEO Ran Grushkowsky, dass nun 39 lokale Funding-Währungen unterstützt werden. Damit will MassPay dem steigenden Bedarf an lokaler Mittelhaltung gerecht werden.
Die Einführung von Single-FX-Auszahlungen wird von Branchenanalysten als wichtiger Schritt zur Reduzierung von Konvertierungskosten und zur Vereinfachung des Treasury-Managements bewertet. Besonders die Möglichkeit, lokale Auszahlungen ohne zwischengeschaltete USD-Ebene vorzunehmen, gilt als Effizienzgewinn für international tätige Unternehmen.
Single-FX-Auszahlungen sind Teil eines Trends im internationalen Zahlungsverkehr. Immer mehr Anbieter reagieren auf die Wünsche globaler Unternehmen nach einfachen und günstigen Lösungen. Auch andere Zahlungsdienstleister haben zuletzt neue Funktionen für grenzüberschreitende Zahlungen vorgestellt oder bestehende Angebote erweitert. Der Wettbewerb in Europa ist hoch. Zuletzt gab es Berichte über neue Kooperationen, die sich an kleine und mittlere Unternehmen richten. MassPay zielt mit der neuen Funktion vor allem auf international tätige Firmen, die komplexe Zahlungsströme und Währungsrisiken steuern müssen.
Für Unternehmen kann die Bündelung von Währungsumrechnungen in einer einzigen Auszahlung die Buchhaltung und das Liquiditätsmanagement vereinfachen. Weniger Einzeltransaktionen bedeuten mehr Übersicht und weniger Risiko. Ob die versprochenen Kostenvorteile eintreten, hängt von den Zahlungsstrukturen und den ausgehandelten Konditionen ab. Die Bundesnetzagentur hebt in ihren Leitlinien zur Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) hervor, dass Transparenz und Effizienz bei grenzüberschreitenden Zahlungen für die Digitalisierung des europäischen Zahlungsverkehrs entscheidend sind. Mehr dazu steht im offiziellen PSD2-Informationsportal der Bundesnetzagentur.
MassPay will sich mit Single-FX-Auszahlungen als Anbieter effizienter und kostensensibler Lösungen im internationalen Zahlungsverkehr positionieren. Wie stark sich das Angebot am Markt durchsetzt, hängt vor allem von der Transparenz der Gebühren und der Anpassungsfähigkeit an verschiedene Firmenanforderungen ab.
Der Umgang mit Fremdwährungen bleibt für Unternehmen ein zentrales Thema. Single-FX-Auszahlungen bedeuten, dass mehrere Zahlungseingänge in unterschiedlichen Währungen gebündelt und in einer einzigen Fremdwährungstransaktion ausgezahlt werden. Das kann Abläufe vereinfachen und Währungsrisiken besser steuerbar machen. Entscheidend bleibt aber, wie die Wechselkurse, die Gebühren und die Integration in bestehende Systeme tatsächlich ausfallen.