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PNE verkauft zwei Repowering-Windparks mit 45 MW an private Investoren

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

PNE verkauft zwei Repowering-Windparks mit 45 MW an private Investoren Glocalist Press © glocalist.press
PNE verkauft zwei Repowering-Windparks mit 45 MW an private Investoren © glocalist.press

Die PNE-Gruppe hat zwei Windparkprojekte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen an private Investoren veräußert. Was die Transaktion für die Nutzung bestehender Standorte und den Ausbau erneuerbarer Energien bedeutet, bleibt abzuwarten

Die PNE-Gruppe hat Anfang August 2026 den Verkauf zweier Windparkprojekte an eine Gruppe privater Investoren bekanntgegeben. Die Transaktion betrifft die Repowering-Projekte "Wulfsdorf A" in Schleswig-Holstein und "Kuhstedt III" in Niedersachsen. Beide Standorte werden im Rahmen des Repowerings mit modernen Windenergieanlagen ausgestattet, um die Stromerzeugung auf bereits genutzten Flächen zu erhöhen. Nach Unternehmensangaben verfügen die beiden Projekte zusammen über eine Nennleistung von 45 Megawatt (MW).

Technische Details der Projekte

Beim Windpark "Wulfsdorf A" im Landkreis Ostholstein werden zwei Anlagen des Typs Vestas V150 mit jeweils 6,0 MW und zwei Anlagen des Typs Vestas V162 mit jeweils 6,2 MW installiert. Die Gesamtleistung des Standorts beträgt damit 24,4 MW. Das Projekt befindet sich bereits im Bau, die Inbetriebnahme ist für Dezember 2026 vorgesehen. Der Windpark "Kuhstedt III" im Landkreis Rotenburg (Wümme) soll mit zwei Nordex N175 (je 6,8 MW) und einer Nordex N163 (7,0 MW) eine Gesamtleistung von 20,6 MW erreichen. Auch hier läuft die Bauphase, die Inbetriebnahme ist zum Jahreswechsel 2026/27 geplant.

Erwartete Stromerzeugung und Betriebsführung

Nach Angaben der PNE-Gruppe können die beiden Windparks zusammen rechnerisch rund 31.000 Drei-Personen-Haushalte pro Jahr mit Strom versorgen. Die tatsächliche Einspeisung hängt jedoch von Standortbedingungen, Windverhältnissen und technischen Verfügbarkeiten ab. Das Betriebsmanagement der Anlagen übernimmt die energy consult GmbH, eine Tochtergesellschaft der PNE-Gruppe. Die langfristige Betriebsführung bleibt damit im Einflussbereich des bisherigen Projektentwicklers, auch wenn die Eigentumsverhältnisse gewechselt haben.

Marktumfeld und weitere Projektverkäufe

Mit dem Verkauf der beiden Windparks setzt die PNE-Gruppe ihre Strategie fort, Projekte nach Abschluss der Entwicklungs- und Genehmigungsphase an Investoren zu veräußern. In den vergangenen Monaten wurden bereits weitere Projekte in Deutschland, Frankreich und Polen verkauft. Dazu zählt unter anderem ein Windpark in Frankreich mit 10,8 MW sowie ein Solarprojekt in Polen. Die aktuelle Transaktion unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach erneuerbaren Energieprojekten im deutschen Markt. Auch andere Unternehmen wie Energiekontor verfolgen vergleichbare Ansätze, wie etwa beim Solarpark Kolitzheim-Herlheim, dessen Finanzierung kürzlich gesichert wurde (weitere Informationen zum Solarpark Kolitzheim-Herlheim).

Repowering-Projekte gelten als wichtiger Hebel für die Steigerung der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen, da bestehende Standorte effizienter genutzt werden können. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für solche Projekte hängen jedoch weiterhin von regulatorischen Vorgaben, Netzanschlussmöglichkeiten und der Entwicklung der Strompreise ab. Angaben zu den finanziellen Details der aktuellen Transaktion wurden von der PNE-Gruppe nicht veröffentlicht.

Repowering bezeichnet den Austausch älterer Windenergieanlagen durch moderne, leistungsfähigere Modelle an bestehenden Standorten. Ziel ist es, die Stromerzeugung pro Fläche zu erhöhen und die Flächeneffizienz zu verbessern. Repowering-Projekte erfordern in der Regel neue Genehmigungsverfahren und Investitionen in Netzanschlüsse. Sie gelten als zentraler Bestandteil der deutschen Energiewende, da sie den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen können, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.

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