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Maxsolar erhält 155 Millionen Euro für Solar- und Batteriespeicherprojekte

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

Maxsolar erhält 155 Millionen Euro für Solar- und Batteriespeicherprojekte Glocalist Press © glocalist.press
Maxsolar erhält 155 Millionen Euro für Solar- und Batteriespeicherprojekte © glocalist.press

Copenhagen Infrastructure Partners stellt Maxsolar 155 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung verändert die Unternehmensstruktur und gibt neue Impulse für Solar- und Speicherprojekte in Deutschland.

Maxsolar bekommt frisches Kapital. 155 Millionen Euro kommen von Copenhagen Infrastructure Partners (CIP). Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis im deutschen Markt für erneuerbare Energien. Maxsolar war bisher vor allem als Projektentwickler und EPC-Dienstleister aktiv. Jetzt kann das Unternehmen den Wandel zum unabhängigen Stromerzeuger (IPP) weiter vorantreiben. Die neue Finanzierung ersetzt eine Kreditlinie aus 2023. Sie soll die Struktur des Unternehmens vereinfachen. Nach Angaben von Maxsolar handelt es sich um eine HoldCo-Finanzierung. Das Ziel: Die Kapitalstruktur optimieren und die nächste Wachstumsphase absichern.

Finanzierungsstruktur und Portfolio

Die Vereinbarung ist als HoldCo-Fremdfinanzierung gestaltet. Die Mittel stammen aus Fonds, die CIP verwaltet. Im aktuellen Portfolio von Maxsolar stecken rund 1,3 Gigawatt an Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekten in Deutschland. Davon sind 465 Megawatt bereits am Netz. Diese Zahlen unterscheiden sich von früheren Angaben. Sie zeigen, wie groß die Plattform inzwischen ist. Das neue Kapital fließt in laufende Bauprojekte und gezielte Zukäufe innerhalb der eigenen Entwicklungsplattform.

Maxsolar will Projekte künftig von der Entwicklung bis zum langfristigen Eigenbestand führen. Die Finanzierung bietet laut Unternehmen eine langfristige Kapitalbasis. Damit können Projekte von der Baureife bis zur Inbetriebnahme begleitet werden. Die Vereinfachung der Finanzierungsstruktur durch einen einzigen Partner gilt als strategischer Vorteil. Batteriespeicher sind inzwischen Pflicht. Die Bundesnetzagentur fordert mehr Netzstabilität und Flexibilität. Details zu den regulatorischen Vorgaben stehen in den offiziellen Leitlinien der Bundesnetzagentur.

Beteiligte Akteure und Beratungsstruktur

Copenhagen Infrastructure Partners ist ein globaler Fondsmanager. Der Fokus liegt auf erneuerbaren Energien, Speicher und Netzinfrastruktur. Laut Norges Bank Investment Management (NBIM) zählt CIP zu den größten institutionellen Investoren für nachhaltige Infrastruktur. Kürzlich erhielt CIP ein weiteres Kapitalengagement von 1,2 Milliarden Euro für den sechsten Flaggschifffonds. NBIM erklärt, dass CIP VI gezielt in Entwicklungsprojekte für Energieerzeugung und -speicherung in OECD-Ländern investiert. Besonders Westeuropa steht im Fokus. Der Vorgängerfonds CI V wurde mit 12 Milliarden Euro geschlossen. Das zeigt die Größe und Marktrelevanz von CIP.

CIP VI ist darauf ausgerichtet, in Entwicklungsprojekte für erneuerbare Energieerzeugung und Energiespeicherung in OECD-Ländern, einschließlich Westeuropa, zu investieren.

Norges Bank Investment Management

Mehrere Beratungsunternehmen waren an der Transaktion beteiligt. Akereos Capital beriet Maxsolar exklusiv bei der Fremdkapitalaufnahme. Latham and Watkins sowie A&O Shearman übernahmen die rechtliche Beratung für Kreditnehmer und Kreditgeber. Die technische, kommerzielle und steuerliche Due Diligence führten Fichtner Management Consulting, Aurora Energy Research, Deloitte und Latham & Watkins durch. Die Finanzierung findet in einem Marktumfeld statt, das höhere Anforderungen an Eigenkapital und Projektmanagement stellt. Vergleichbare Großprojekte im Bereich Batteriespeicher und erneuerbare Energien, etwa in der Lausitz, wurden bereits berichtet. Sie zeigen, wie wichtig flexible Finanzierungsmodelle für die Energiewende sind.

Marktfolgen und offene Fragen

Die neue Kapitalstruktur gibt Maxsolar mehr Spielraum. Auch bei hohen Baukosten und unsicheren Regeln kann das Unternehmen Projekte weiterführen. Ein Finanzierungspartner macht vieles einfacher. Es entstehen aber auch neue Abhängigkeiten. Noch ist offen, wie sich die Investitionen auf die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa auswirken. Entscheidend wird sein, ob die geplanten Zukäufe und der Ausbau der Speicherinfrastruktur gelingen. Die Priorität für Batteriespeicher zeigt sich auch in aktuellen Investitionen von CIP. Jüngst flossen über 270 Millionen Euro in ein schottisches BESS-Projekt. Nach Inbetriebnahme wird es die längste Entladedauer im CIP-Portfolio bieten.

Für den deutschen Markt ist die Transaktion ein Signal. Institutionelle Investoren stellen weiter große Summen für Photovoltaik und Batteriespeicher bereit. Die Einbindung spezialisierter Berater zeigt, wie hoch die Anforderungen an technische, rechtliche und steuerliche Prüfung geworden sind. Trotzdem bleibt die Entwicklung unsicher. Die Rahmenbedingungen sind volatil, die Regeln ändern sich. Die Redaktion sieht in der Vereinfachung der Finanzierungsstruktur einen pragmatischen Schritt. Kurzfristig bringt das Stabilität. Langfristig hängt alles an der Umsetzung der Projektpipeline.

Eine HoldCo-Finanzierung bedeutet, dass Kapital auf Ebene einer Holdinggesellschaft aufgenommen wird. So lassen sich verschiedene operative Tochtergesellschaften oder Projekte unter einem Dach bündeln und flexibel finanzieren. Im Bereich erneuerbare Energien wird dieses Modell genutzt, um Kapital effizient für Bau und Betrieb bereitzustellen. Einzelne Gesellschaften müssen nicht separat finanziert werden. Die Flexibilität ist ein Vorteil. Sie verlangt aber eine genaue Steuerung der Risiken und Abhängigkeiten in der Gruppe.

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