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game veröffentlicht ersten Transparenzbericht zur Verbandsarbeit 2025/2026

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

game veröffentlicht ersten Transparenzbericht zur Verbandsarbeit 2025/2026 Glocalist Press © glocalist.press
game veröffentlicht ersten Transparenzbericht zur Verbandsarbeit 2025/2026 © glocalist.press

Der game - Verband der deutschen Games-Branche legt erstmals einen Transparenzbericht vor. Die Veröffentlichung gibt Einblick in Strukturen, Entscheidungswege und Finanzen des Geschäftsjahres 2025/2026 und wirft Fragen zur künftigen Entwicklung auf

Der game - Verband der deutschen Games-Branche hat am 14. August 2026 erstmals einen umfassenden Transparenzbericht für das Geschäftsjahr 2025/2026 veröffentlicht. Das Dokument soll Einblicke in die internen Strukturen, Entscheidungsprozesse, Finanzflüsse und Kommunikationswege des Verbands geben. Nach Angaben des game orientiert sich der Bericht an den Vorgaben der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und soll künftig jährlich erscheinen. Ziel ist es, die Nachvollziehbarkeit der Verbandsarbeit für Mitglieder, Politik und Öffentlichkeit zu erhöhen.

Mitgliederentwicklung und Verbandsstruktur

Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/2026 zählte der game 511 Mitglieder. Damit hat sich die Mitgliederzahl seit dem Zusammenschluss zum game im Jahr 2018, als 178 Mitglieder registriert waren, nahezu verdreifacht. Die Entwicklung spiegelt das wachsende Interesse an einer organisierten Interessenvertretung der Games-Branche in Deutschland wider. Der Verband ist sowohl im Lobbyregister des Deutschen Bundestages als auch im Transparenzregister der Europäischen Union eingetragen. Die genaue Zusammensetzung der Mitgliedsunternehmen und deren Einfluss auf die Verbandsarbeit bleibt im Bericht jedoch nur teilweise nachvollziehbar.

Politische Positionierung und Kommunikation

Im Berichtszeitraum veröffentlichte der Verband 14 Stellungnahmen zu politischen und regulatorischen Themen. Schwerpunkte waren unter anderem die steuerliche Förderung von Games und die Gemeinnützigkeit des E-Sports. Darüber hinaus wurden 63 Pressemeldungen publiziert, die laut Verband eine Reichweite von rund 5,8 Milliarden Kontakten in deutschsprachigen Online- und Printmedien erzielten. Die Angaben zur Medienreichweite basieren auf internen Berechnungen und lassen sich extern nicht unabhängig überprüfen. Im Transparenzbericht wird zudem das politische Selbstverständnis des Verbands als Grundlage für die Interessenvertretung erläutert.

Finanzielle Transparenz und offene Fragen

Der Transparenzbericht enthält erstmals detaillierte Angaben zu Einnahmen und Ausgaben des Verbands im Geschäftsjahr 2025/2026. Konkrete Zahlen zu Mitgliedsbeiträgen, Projektförderungen oder Drittmitteln werden jedoch nur in aggregierter Form dargestellt. Die Offenlegung der Mittelverwendung soll laut Verband das Vertrauen in die Arbeit des game stärken. Unklar bleibt, in welchem Umfang einzelne Projekte oder politische Aktivitäten finanziert wurden und wie die Mittelverteilung im Detail erfolgt. Die Veröffentlichung des Berichts erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden öffentlichen Interesses an der Governance von Branchenverbänden. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Jahresreport zur Marktentwicklung der deutschen Games-Branche, der jüngst von Glocalist Press analysiert wurde (Analyse zur Marktentwicklung der deutschen Games-Branche 2026), rückt die Frage nach Transparenz und Rechenschaftspflicht weiter in den Fokus.

Transparenzberichte von Verbänden dienen dazu, die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungswegen, Mittelverwendung und politischer Einflussnahme zu erhöhen. Sie sind in Deutschland bislang nicht verpflichtend, werden aber zunehmend als Instrument zur Stärkung von Vertrauen und Legitimität eingesetzt. Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft definiert Mindeststandards für die Offenlegung von Strukturen, Finanzen und Zielen. Für Branchenverbände wie den game kann die regelmäßige Veröffentlichung solcher Berichte dazu beitragen, die eigene Rolle im politischen und gesellschaftlichen Diskurs nachvollziehbarer zu machen und die Erwartungen an verantwortungsvolle Interessenvertretung zu adressieren. Schlagwörter: Unternehmen & Produkte, Politik & Regulierung, Deutschland

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