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PNE und Enercon planen Energiepark mit Windkraft und Batteriespeicher in Brandenburg

Helga Nowotny Autorin für Wissenschaftspolitik und KI Glocalist Press

Verfasst von Helga Nowotny

PNE und Enercon planen Energiepark mit Windkraft und Batteriespeicher in Brandenburg Glocalist Press © glocalist.press
PNE und Enercon planen Energiepark mit Windkraft und Batteriespeicher in Brandenburg © glocalist.press

Im Landkreis Oder-Spree soll ein Energiepark mit 98 MW Windleistung und 32 MW Batteriespeicher entstehen. PNE und Enercon setzen auf ein integriertes System. Was bisher bekannt ist und welche Fragen offenbleiben

Im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree wollen PNE und Enercon einen neuen Energiepark bauen. Das Projekt soll Windkraft, Batteriespeicher und eine eigene Netzanbindung verbinden. Die Pläne wurden bei der Wind Energy Messe in Hamburg offiziell vorgestellt. Einen festen Termin für den Baustart oder die Inbetriebnahme gibt es noch nicht.

Technische Eckdaten des geplanten Energieparks

Geplant sind 14 Windräder vom Typ E-175 EP5 E2. Jedes bringt 7 Megawatt Nennleistung, zusammen ergibt das 98 Megawatt Windkraft. Dazu kommt ein Batteriespeicher mit 32 Megawatt Leistung und 70.000 Kilowattstunden Speicherkapazität. Ein eigenes Umspannwerk ist ebenfalls vorgesehen. Damit soll der Anschluss ans Stromnetz besser genutzt werden. Die technische Planung richtet sich nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur für Netzanschluss und Einspeisemanagement. Besonders wichtig sind dabei die Regeln zur Systemstabilität nach VDE-AR-N 4120 für Hochspannungsanlagen.

Enercon liefert laut eigenen Angaben sowohl die Windräder als auch den Batteriespeicher. Die Steuerung von Windpark, Speicher und Umspannwerk soll als ein gemeinsames System laufen. Ziel ist, überschüssigen Windstrom bei starkem Wind zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz zu geben. Die eingesetzten Batteriesysteme müssen die Vorgaben der DIN EN 62933 für stationäre Speicher erfüllen. Das soll für Sicherheit und Effizienz sorgen.

Hintergrund und Einordnung der Ankündigung

Windkraft und Batteriespeicher zu verbinden, gilt als Weg, erneuerbare Energien flexibler zu machen und Netzengpässe zu verringern. Beim Projekt in Beerfelde steht vor allem die bessere Auslastung des Netzanschlusses im Fokus. Die beteiligten Unternehmen sagen, das Zusammenspiel der Technik soll erneuerbare Energie flexibler bereitstellen und das Gesamtsystem effizienter machen. Die Bundesnetzagentur schreibt in aktuellen Berichten, dass hybride Anlagen mit Speicherintegration die Netzstabilität und Versorgungssicherheit stärken können. Mehr zu den Regeln gibt es im Fachportal der Bundesnetzagentur.

Die Integration von Batteriespeichern in Windparks ermöglicht eine netzdienliche Steuerung erneuerbarer Energien und trägt zur Flexibilisierung des Stromsystems bei.

BundesnetzagenturFachreferat Erneuerbare Energien

Wann der Bau startet und wann der Park ans Netz geht, ist noch offen. Es gibt bisher keine Angaben zu Kosten oder zur Vermarktung des Stroms. Die Ankündigung reiht sich ein in eine Reihe von Projekten, die Speichertechnik stärker in die erneuerbare Stromerzeugung einbinden wollen. Ähnliche Entwicklungen gibt es auch in anderen Bereichen, etwa bei der geplanten Nutzung von Blade-Batterien für Industrielokomotiven, worüber früher berichtet wurde.

Offene Fragen und wirtschaftliche Bedeutung

Ob der Energiepark wie geplant umgesetzt wird, hängt von mehreren Punkten ab. Dazu zählen Genehmigungen, Netzanschluss und wirtschaftliche Bedingungen. Die Unternehmen haben noch keine Details zu möglichen Förderungen, zur Finanzierung oder zu langfristigen Stromabnahmeverträgen genannt. Auch ist noch unklar, wie das Projekt in die regionale und nationale Energieinfrastruktur passt. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht regelmäßig Daten zu Netzanschlusskapazitäten und Ausbau, die für die Bewertung solcher Projekte wichtig sind.

Für den deutschen Markt ist das Projekt ein Signal. Die Verbindung von Windkraft, Speicher und Netzinfrastruktur wird immer mehr als nötiger Schritt gesehen, um die Energiewende voranzubringen. Ob Beerfelde als Vorbild für andere Standorte taugt, hängt davon ab, wie das Projekt praktisch umgesetzt wird und wie die Regeln aussehen. Die Ankündigung zeigt, dass die Branche auf technische Lösungen setzt, um Netzengpässe zu überwinden und erneuerbare Energien flexibler zu nutzen.

Speicherkapazität gibt an, wie viel Energie ein Speicher aufnehmen und später wieder abgeben kann. Bei Batteriespeichern für erneuerbare Energien ist das ein wichtiger Faktor für die Flexibilität und Wirtschaftlichkeit von Wind- und Solarparks. Die Kapazität wird meist in Kilowattstunden (kWh) oder Megawattstunden (MWh) angegeben. Sie bestimmt, wie lange ein Speicher bei einer bestimmten Leistung Strom liefern kann. Je höher die Speicherkapazität, desto mehr erneuerbare Energie kann zwischengespeichert und gezielt ins Netz eingespeist werden, wenn die Nachfrage steigt oder das Angebot schwankt.

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